06.10.2013  |  Kategorie: Blogparaden, Respekt  |  Autor: Bettina Schöbitz  |  33 Kommentare

„Weniger ist mehr“ – die Blogparade im Duett

...von Petra Schuseil, der Lebenstempoexpertin, und Bettina Schöbitz, der Spezialistin für respektvolle Unternehmenskultur. „Weniger ist mehr“, so heißt eine Dokumentation auf ARTE. Petra Schuseil und ich haben hierüber jeweils zeitgleich einen separaten Blogpost geschrieben - und daraufhin spontan diese gemeinsame Blogparade ins Leben gerufen.
Intakte Seenlandschaft

Die Fragen „Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?“ finden wir persönlich sehr wichtige und spannende Fragen.

Einer der Befragten meint in der Sendung: Wir müssen lernen, mit dem WENIGER klar zu kommen. Weniger Wachstum, weniger Fleisch, weniger …

Wie können wir – trotz begrenzter – Ressourcen einen Lebensstandard aufrechterhalten?

Wie gestalten Sie Ihren Alltag bewusster, nachhaltiger und glücklicher?

Zuerst erscheint die Frage beängstigend. Ein Wandel kommt auf uns zu. Wir sind auf dem Weg in die „Postwachstumsgesellschaft“. Schon immer fasziniert es uns und berührt uns – dieses “Weniger ist mehr”. Hier geht es nun um unser Bewusstsein, dass uns unsere Lebensressourcen nicht unendlich zur Verfügung stehen. Unsere Umwelt braucht Beachtung und Pflege.

Weniger ist mehr? Die einen verzichten auf Heizenergie, bauen sich ihre Häuser mit eigenen Händen aus Holz oder Lehm, wieder andere wohnen gemeinsam in Haus-WGen, betreiben in der Genossenschaft Bio-Anbau und so fort. Petra Schuseil verzichtet auf das „mit dem eigenen Autofahren“. Ich esse nur noch wenig Fleisch und das kaufe ich beim Metzger meines Vertrauens. Ich achte zudem bewusster auf  Menge und Qualität meiner Lebensmittel. Im Umgang mit meinen Kunden achte ich auf sinnvolle Ressoucenschonung – zu Gunsten der Lebensqualität der beteiligten Menschen.

Die Fragen zur Blogparade:

Was genau heißt es für Sie „Weniger ist mehr“ im Kontext zukunftsfähiger Lebensstil?

Worauf wollen Sie verzichten um ein Zeichen zu setzen?

Womit wollen Sie WENIGER klar kommen?

Was wäre ein erster Schritt, den eigenen „ökologischen Fußabdruck“ zu verringern?

Was haben Sie gelernt? Erfahren? Was ist Ihnen begegnet? Was hat Sie berührt?

Was nehmen Sie sich für 2014 vor, als das „weniger“ des Jahres?

Das ist eine Blogparade:

Bei einer Blog-Parade sind Blogger und Bloggerinnen eingeladen zu einem gemeinsamen Thema zu schreiben. Schreiben Sie Ihre Geschichte. Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen. Teilen Sie sich ein Stück Garten mit einer Freundin? Waren Sie schon auf einer Tauschbörse? Welche Idee haben Sie, die Sie gerne verwirklichen möchten oder schon tun?

Und so funktioniert´s:

Kommentieren Sie hier unter diesem Beitrag in der Kommentarfunktion, dass Sie bei der Aktion mitmachen werden. Verlinken Sie während der nächsten Wochen Ihren Beitrag zu einem unserer beiden Blogs – oder gerne auch gleich zu beiden:

Petra Schuseil  – ihr Kernthema ist das Lebenstempo

Bettina Schöbitz  – mein Kernthema ist die respektvolle Unternehmenskultur

Wenn Sie kein eigenes Blog haben: Senden Sie einer von uns per E-Mail Ihren Beitrag, der dann hier veröffentlicht wird. (Alle Texte, die nichts mit dem Thema zu tun haben, werden nicht veröffentlicht.)

Dauer der Blogparade:

Bis 15. November 2013, 24 Uhr

Warum diese Blogaktion?

Petra Schuseil und ich haben dieses gemeinsame Thema – und unseren direkt umgesetzten, intensiven Wunsch, darüber zu bloggen – zum Anlass für ein „gemeinsames Ding“ genommen ;-). Wir alle lernen voneinander und können uns gegenseitig inspirieren.

Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt? In welchen Vereinen oder Gruppen haben Sie sich organisiert? Welche Aktion unterstützen Sie? Seit wann? Infizieren Sie andere Menschen mit dem, was Sie schon tun. Darüber hinaus können neue Kontakte entstehen, es gibt die Gelegenheit, sein Netzwerk zu erweitern und tolle Persönlichkeiten zu entdecken. Ihr Beitrag macht – gleich auf zwei anderen Blogs – neugierig auf Ihren Blog.

Außerdem: Sie denken über Ihre eigene Situation nach und bekommen vielleicht eine neue Idee für Ihr zukünftiges Handeln. Sie haben eine gute Plattform, um sich zu zeigen.

Wir werden alle Beiträge in diesem Ursprungstext abbilden und sichtbar machen, sprich ständig aktuell halten.

Nach dem 15. November werden wir alle Links der Beiträge in einem Dokument zusammen fassen.

Wir freuen uns schon  jetzt schon auf Ihre Teilnahme und Ihren Beitrag.

Wer sich bereits zum Thema „Weniger ist mehr“ in Worte gefasst hat:

1. Susanne Steinicke – Weniger ist mehr
Ihr Weg zum „weniger“ führte über neun Monate in Asien und dann zurück in eine „fremde Welt“ – nach Deutschland. Hier hat sie für Ihr Leben neue Werte zur Grundlage erhoben und daraus ihre Positionierung abgeleitet. Sie lebt und arbeitet mit dem „Wertekompass“.

2. Kerstin Hoffmann-Wagner – Weniger ist mehr
Mülldeponien auf Malta gaben ihr den Anstoß zum Umdenken, doch das Mülltrennen war nur der Einstieg. Heute nimmt die Schonung der Ressourcen beruflich und privat großen Raum ein, denn sie ist überzeugt: Jede kleine Tat trägt zum großen Ganzen bei. Das vermittelt sie auch ihren Kindern und freut sich über „faire Mitdenker“.

3. Heike Barz-Lenz – Weniger ist mehr
Sie stellt sich gegen Überproduktion und das Wegwerfen von Lebensmittel und nimmt die Verbraucher als träge Masse dar. Obst und Gemüse kauft sie regional oder erntet im eigenen Garten. Energie zu sparen ist ihr ein Bedürfnis – auch, indem sie möglichst viele „Stoffe“ über den Komposthaufen zurück in den Kreislauf bringt.

4. Ellen Löchner – Weniger ist mehr
Schweinebilliges Fleisch als Preis für das stets neue Smartphone. Der Verzicht lebt vom Bewusstsein für die zu erwartende Belohnung. Es sind total spannende Ansätze, die hier zu lesen sind. Klasse auch, dass kleine Wettbewerbe mit sich selbst als lohnenswerte Bereicherung im Leben taugen. Zähigkeit als Ziel – Wegmarken als Metaphern.

5. Martin Bieder – Weniger ist mehr
Er eröffnet einen vollkommen neuen Blickwinkel auf unser Thema: Warum weniger Auswahl bei Smartphone, Apps & Co ein mehr an Übersichtlichkeit und Bedienkomfort für den Anwender bedeutet. Reduktion auf klare Formen und wenige Farben. Denn für uns Menschen von Vorteil ist, wenn Dinge einfach(er) funktionieren.

6. Ina Machold – Weniger ist mehr. Was sonst? Teil I
Sie stellt die These auf, dass „weniger auch besser schmeckt“. Denn es ist intensiver. Sie setzt sich gegen Wegwerfen und für Wiederverwertung ein. Sie ermöglicht fremden und eigenen Tieren ein lebenswertes Dasein voller artgerechter Möglichkeiten. Klar, dass der Weg für sie logischerweise zum Vegetarismus führte. Autofahren ist für sie ein unvermeidbarer Luxus, der ihr dank Erdgas (noch) akzeptabel scheint. Ihre Quellen der Freude sind nicht Besitz, sondern Beziehungen. Und Achtsamkeit fürs Alltägliche.

7. Ina Machold – Weniger ist mehr. Mehr wovon? Teil II
Im zweiten Teil geht es darum, mehr zuzulassen: Mehr Anderssein, mehr Verständigung, mehr Entfaltungsraum für jeden einzelnen. Weil ein „Weniger“ an Vor-Urteilen und Be-Wert-ungen unser Leben erleichtert. Weil weniger Druck von einer ungeliebten Arbeit oder aus gelösten statt offenen Konflikten uns entlastet. Ina Machold wünscht sich ein „Weniger“ an (beruflich) unglücklichen Menschen und mehr Vielfalt, Anerkennung und Entfaltung. Leichtigkeit und Zufriedenheit für alle.

8. Petra Schuseil – Weniger ist mehr – echt jetzt!
Inspiriert durch unser gemeinsames Blogparaden-Duett hat Petra die bisher eingegangenen Inhalt nochmal reflektiert und stellt und in ihrem neuen Beitrag vier Räume vor, die unser Leben bestimmen…und damit hat sie vollkommen Recht. Denn wenn wir auch nur eine Kleinigkeit ändern, hat das oft ein ungeahnte Menge an Auswirkungen – die Sache mit dem Schmetterlings-Flügelschlag, der einen Sturm auslösen kann…doch lesen Sie lieber selbst!

9. Silke Katterbach – Weniger ist mehr
Ein Rückblick auf das Leben ihrer westfälischen „Omma“ führt Silke Katterbach zur Einsicht, dass es im Leben weniger auf „Haben“ und mehr auf „Da-Sein“ ankommt. Eine Reduktion aufs Wesentliche war das Leben nach dem Krieg – es „fehlte“ die Ablenkung durch Wohlstand, Mobilität und Karrieregedanken. Materiellem kam weniger Bedeutung zu, Zeit zu haben war das „mehr“. Und genau dieses Denken möchte sie für sich und andere wieder hervorholen – indem Sie sich dafür aktiv einsetzt.

10. Ina Machold – Weniger ist mehr. Nicht mehr…. Teil III
Verzicht macht glücklich – wenn er bewusst  und ohne Zwang geschieht. Diese Ansicht vertritt Ina Machold im dritten Teil ihrer Blogparaden-Beiträge. Sie schildert selbst Erlebtes am Beispiel der Rinderzucht „nebenan“. Das löste bei ihr ein Umdenken in Sachen Milchprodukte aus, auf die sie in erträglichem Rahmen künftig verzichten wird. Butterbrezn und Spätzle stehen dabei zunächst noch nicht auf dem „Index“, denn hier wäre Verzicht für sie ein Verlust an Lebensqualität.

11. Heike Tharun – „Weniger ist mehr“ beim Wandern
Sie bezieht die Blogparade aufs Wandern und sieht zuallererst, dann ein weniger an „Trendverfolgung“ – ihr Beispiel berichtet von einer besonders beliebten Wanderroute, die jetzt zu Massentourismus führt – ein mehr an Genuss bedeuten könnte. Die Dinge vor der Haustüre zu entdecken und die Touren mit Anreise zu wirklichen Highlights zu machen – das ist ihr Weg. Und auf diesem entdeckt sie ihre persönlichen Sehnsuchtsorte…

12. Silke Bicker – Weniger ist mehr (Ihr Blog zieht derzeit um, daher ist aktuell noch keine Verlinkung möglich)
Weniger ist mehr heißt für mich unter anderem:

– immer wiederkehrende Arbeitsabläufe möglichst zu automatisieren.
– das Auto stehen lassen, wenn ich auch laufen oder radeln kann.
– eine Tasche oder einen großen Rucksack zum Einkaufen mitzunehmen und
– Obst und Gemüse nur dann in Tüten zu packen, wenn es nicht anders geht.
– mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: lieber in die Tiefe gehen zu einem konkreten Bruchteil eines Themas als nur an der Oberfläche zu paddeln. Erinnere mich gerade an Gitte´s Plankton 
– kaum Dinge mit reinem Dekorationszweck zu besitzen, hübsch dürfen sie natürlich sein! Mein ostfriesisches Messing-Stövchen ist dekorativ und nützlich zugleich zum Beispiel.
– mir am Ende der Woche den Essensplan für die kommende Woche samt Einkaufszettel zu notieren. So landen keine Nahrungsmittel im Müll und am Ende entstehen meist Reste-Essen und oft neue Rezepte.
– einmal pro Halbjahr richtig aufzuräumen und auszusortieren, meist ist der wunde Punkt der Kleiderschrank… Aussortiertes lässt sich oft noch weitergeben oder sogar verschenken, je nachdem was ich so finde oder wieder entdecke 

13. Heiko Wache – Weniger ist mehr
Der Betreiber eines Lauf-Blogs stellt eine bedeutsame und komplexe Frage: Wie kann ich meine Mitmenschen dazu animieren, etwas für die eigene Gesundheit, das allgemeine Wohl und unsere Umwelt zu tun? Er selbst lebt schon viele Jahre bewusst und unterstützt seinen Körper durch gesunde und gute Ernährung im Sinne wertvoll hergestellter Nahrungsmittel. Für das nächste Jahr hat er sich den gezielten Verzicht auf noch mehr Plastik vorgenommen….

14. Heidrun Lutz – Weniger ist mehr
Sie hat sich für den schonenden Umgang mit Büromaterialien entschieden – also druckt sie nur, was unbedingt auf (Recycling-)Papier muss. Auf ein Weniger“ an Farbe und Verbrauch achtet sie auch für ihre Kunden. So druckt sie auch nicht unbedingt die „billigere“ Großauflage, sondern bestellt ressourcenschonende Mengen. Die toner-schonende Schrifttype namens „Ecofont“ ist ein wunderbarer Reduktionstipp und auch in Sachen Strom läßt sich in Büros viel „weniger“ herstellen. Privat lebst sie bewusst und bedacht.

 15. Astrid Kurbjuweit – Weniger ist mehr
Weniger Gewicht bringt mehr Lebensqualität – mit diesem Ansatz wählt die Autorin einen vollkommen neuen Blickwinkel auf das Thema. Doch nicht nur Übergewicht berücksichtigt sie in ihrem Post, sondern auch Untergewicht – denn beides schränkt das Wohlbefinden massiv ein. Sie streift dabei die schädlichen Glaubenssätze ebenso, wie sie das Ganze in den Kontext eines zukunftsfähigen Lebensstils bringt. Leichter leben, statt verzichten ist Ihre Devise.

16. Katharina Kraatz – Mehlfreie Kürbis-Schoko-Cupcakes
Weniger Zucker für besseren Geschmack – und eine gesündere Lebensweise. Katharina Kraatz hat sich dieser „Challenge“ gestellt und lebt schon einige Jahre zuckerfrei. Über das Thema Agavendicksaft kamich in ein spannendes Gespräch mit diser fundierten Kennerin der Fakten und bat sie um einen Beitrag zu unserer Blogparade. Sehr zu meiner Freude läuft einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen – denn dieser BlogPost enhält sogar ein tolles Rezept – rechtzeitig vor dem Wochenende!

17. Natalie Schnack – Je weniger Ansprüch an sich selbst, desto mehr genießt man das Leben
Ein wunderbares Foto ziert ihren Blogpost und sie greift das Thema aus einer ganz anderen Ecke auf: Ich will nicht missoniert werden, sondern selbst entscheiden. Gerade dieser Punkt ist wichtig, denn hier wird an vielen Stellen ein gesellschaftlicher Leistungsdruck erzeugt, der schlicht unsinnig ist. Sie wünscht sich ein weniger an Verkniffenheitin dem Versuch „zu den Guten“ zu gehören…Gute Laune auf dem neuen Weg hingegen ist bei ihr herzlich willkommen.

18. Kati Schmitt-Stuhltäger – Ist weniger das neue mehr?
Kennen Sie das „Ministerium für Glück und Wohlbefinden“, welches zwei Studenten im Rahmen ihrer Abschlussarbeit ins Leben gerufen haben? Die Autorin des Blogposts stellt vor, worum es dabei geht und wie es entstand – und wirft dabei den Begriff „Bruttonationalglück“ auf. Ihr Credo ist: Sei glücklich mit dem, was Du eh schon hast. Denn das bewusste Wahrnehmen des angeblichen „Weniger“ macht es schnell zu einem „Mehr“ – an innerer Zufriedenheit und Glück.

19. Andrea Herzog – Weniger ist mehr – der neue Luxus
Platz ist Luxus. Wenig Platz kann sehr beengend sein – aber auch als Befreiung empfunden werden. Denn der Zwang zur Ordnung und die kurzen Wege habe auch durchaus Vorteile. Weniger Platz bedeutet in Zeiten den vielbeschworenen Wohnungsmangels oft ein Mehr als Geld im Portemonnaie. Doch an ein Mehr an Platz gewöhnt der Mensch sich leicht – den Platz ist eben Luxus. Doch auch ohne Spielzimmer für den Nachwuchs kann Familie gelingen…

Porträt Bettina Schöbitz

Über die Autorin

Als Respektspezialistin stehe ich für eine gesunde Arbeitswelt, in der Menschen einander auf Augenhöhe begegnen und Ziele gemeinsam angehen.

In Ihrem Unternehmen reduziere ich Konfliktpotentiale, motiviere Mitarbeiter und fördere ein wertschätzendes Betriebsklima. Das zieht engagierte Mitarbeiter und Wunschkunden an. Als Unternehmen sparen Sie Kosten und gewinnen Ansehen.

Als Coach unterstütze ich Menschen auf dem Weg zu ihrem persönlichen Erfolg mittels Nutzung individueller Ressourcen.