27.06.2014  |  Kategorie: Blogparaden, Tatkraft  |  Autor: Bettina Schöbitz  |  6 Kommentare

Ich liebe meinen Job, weil…

Lieblingsjobs - so das Thema einer Blogparade von worthauerei.de. Ich fand sie bei Twitter und schwupps war klar, dass ich mit daran beteiligen möchte. Denn dieses Thema hat so viel Positives. Statt immer nur zu jammern, ist hier Platz für Lächeln, Leidenschaft und gute Laune. Und das ist Teil meines Jobs...
Jobs, die man mit Herz tut

Darf ich meinen Job mögen? Ich meine, wenn ich hier im Netz so lese, was viele Menschen über ihre Arbeit berichten, dann tue ich mich ja schon etwas schwer damit. Doch wenn ich ehrlich bin: Ich liebe meine Arbeit. Denn hier kann ich wirklich zeigen, was ich kann.

Warum ich Ihnen das schreibe? Nun, die Blogparade „Lieblingsjobs“ forderte mich geradezu dazu auf, dies heute mal frank und freu (kicher – das ist ein Tippfehler, eigentlich sollte da „frei“ stehen, doch jetzt lasse ich es eben so stehen!) zuzugeben…

…er mit Menschen zu tun hat

Jeden Tag begegne ich Menschen. Das beginnt morgens mit meinem Mann, der vor dem ersten Kaffee nur bedingt mitteilsam ist, geht über den Nachbarn, der mir beim Raufholen der Zeitung begegnet und startet richtig ins Berufsleben, sobald ich den Rechner hochfahre. Hier warten zumeist viele Nachrichten – per eMail, Twitter- oder Xing-Nachricht oder als Facebook-Posting. Auch wenn diese Kontakte elektronisch sind, so stecken dahinter Menschen. Die mir meinen Alltag ein wenig „bunter“ gestalten und die viele wertvolle Impulse bringen. Und wenn ich dann anfange, Kunden oder Interessenten anzurufen, dann wird es wirklich spannend. Denn da weiß ich nie, in welcher Laune ich einen Angerufenen antreffe. Es gilt also, blitzschnell und sehr bewusst zuzuhören, um diesen Menschen im rechten „Ton“ anzusprechen. Ich liebe die Menschen in meinem Job und Leben, weil jeder anders ist und mich auf seine ganz persönliche Art und Weise fordert. Und weil ich von allen lernen kann.

…er Vielseitigkeit fordert

Als Soloselbstständige bin ich die sprichwörtliche „eierlegende WollMilchSau“:

  • Akquisiteurin
  • Sekretärin
  • Botschafterin (klar – immer in Orange!)
  • Betriebswirtschaftlerin
  • Steuerfachfrau
  • Juristin (in Ausbildung)
  • Putzfrau
  • Kistenschlepperin (Büromaterial + Technik fordern starke Muskeln)
  • Geschenkverpackerin
  • Kaffeekocherin
  • Hübschmacherin (meine Produkte + Projekte und mich selbst…)
  • Zeichnerin
  • Kundenbeschwichtigerin
  • Menschenfängerin
  • Schreiberin (ich schreibe jeden Text selbst)
  • Konzeptentwicklerin
  • Projektmanagerin
  • Telefonzentrale
  • IT-Profi
  • Redenschwingerin (Vorträge, Key Notes, Entertraining)
  • Geldbeschafferin
  • Aktenordnerin
  • Chauffeurin….

und das ist nur ein kleiner Teil meiner täglichen Aufgaben. Und genau wegen dieser permanenten Abwechslung liebe ich meinen Job. Gut, manchmal kann das auch etwas anstrengend werden, doch in der Summe ist es bei meinem eher quirligen Wesen ist die allumfängliche Vielseitigkeit der Anforderungen wohl das Beste, was mir passieren konnte. Denn mein Job „lebt“.

…er eine stete Herausforderung ist

Als Freiberuflerin am Markt zu überleben, erfordert viel Energie und Mut. Jeder Tag bietet wechselnde Anforderungen. Kein Tag gleicht dem vorhergehenden. Immerhin ist jeder Seminarraum anders, jede Bühne samt zugehöriger Bühnen- und Tontechnik immer wieder eine prickelnde Fehlerquelle und auch das eigene Befinden ist gelegentlich mal unzuverlässig. Ach, und dann sind da noch meine Teilnehmer…und die Technik und das Wetter und und und.

Doch was bedeuten diese ständigen Herausforderungen für mich? Ich lerne täglich Neues. Ich darf viele meiner Facetten und Fähigkeiten – oft spontan – abfordern und einsetzen. Ich bin in meiner kompletten Persönlichkeit gefragt und entwickele mich mit jeder Aufgabe weiter. Routine? Langeweile? Fehlanzeige!

…er mir Disziplin abnötigt

Ich mag Disziplin. Sie gibt meinem Leben eine Ordnung. Sie sorgt dafür, dass ich mich nicht hängen lasse. So auch gerade im Moment. In meinen bald 12 Jahren Selbstständigkeit war ich kaum mal länger krank. Derzeit plagt mich jedoch seit bald einer Woche eine lästige Magen-Darm-Erkrankung. Doch statt mich weinerlich ins Bett zu legen, sitze ich am Schreibtisch. Sicher nicht mit voller Kraft – doch ich behalte meinen strukturierten Alltag bei. Ich erledige die wirklich wichtigen Dinge und zeige Rückgrat, wenn es um Termine geht. Das fällt mir manchmal schwer, klar – doch es stärkt auch mein Selbst-Vertrauen. Ich spüre in solchen Momenten, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann. Und das ist ein Gefühl, welches ich eben auch liebe.

…er meine Rechnungen zahlt

Nun, ehrlich – das war und ist nicht immer so. Als Solounternehmer gewöhnte ich mich an ein ständiges Auf und Ab. Mal hagelt es Aufträge und dann folgt wieder eine beängstigende Flaute. Mal zahlen die Kunden schnell und zuverlässig und manchmal renne ich meinem Honorar wochen- und monatelang hinterher. Dennoch liebe ich das Bewusstsein, dass ich niemandem anderes als mir selbst einen Vorwurf machen darf, wenn es mal weniger gut läuft. Denn dann habe ICH etwas (noch) nicht richtig gemacht. Doch dafür brauche ich auch keine überraschende betriebsbedingte Kündigung zu befürchten. Beruhigend!

…weil er Freiraum bietet

Wer hat schon das Glück, seinen Job rund um die eigenen Qualitäten auf- und ausbauen zu können? Wer kann während der „gesellschaftlich anerkannten“ Arbeitszeit zwischen 9 und 17 Uhr unter der Woche mal einkaufen gehen oder Sport machen? Ich. So ganz nebenbei kann ich Projekte ins Leben rufen, die mit meinen Hobbies zu tun haben: Kochevents, Sportveranstaltungen, Trainings mit Eventpädagogik – oder ich bringe meine wieder entdeckten Zeichenfähigkeiten ein. So, wie mit meinen Visuals hier im Blog oder in meinen Gastbeiträgen.

Ich bewirte gerne meine Kunden mit Leckereien aus der eigenen Küche – ob das hausgebackene und liebevoll verzierte Weihnachtsplätzchen, WM-Whoopies oder eben auch ein komplettes Abendessen ist. Chili darf für mich übrigens immer dabei sein. Eine Kollegin kam unlängst auf die Idee, ich könne doch auch mal eine „Respektspezialistin-Edition“ hausgemachter Marmelade entwickeln und diese mit dem Slogan: „Ich schärfe Ihr Profil“ mit einer zu mir passenden Prise Chili im Mix verschenken.

Hey – wer hat in seinem Job solche vielseitigen Freiräume? Ich liebe es, Dinge aus meinem Umfeld in meinen beruflichen Alltag zu integrieren und so die Grenze zwischen Job und Privatleben so weit verschwimmen zu lassen, dass ich sie oft gar nicht mehr wahrnehme. Und dann schon mal bei einem Abendspaziergang schnell noch ein paar Photos mache für einen der nächsten BlogPosts. Oder im Urlaub schöne oder außergewöhnliche Materialien kaufe für das anstehende Training. Die Freiheit nehm ich mir!

…weil er unser Miteinander verbessert

Mein Beruf als Respektspezialistin ist mein Lieblingsjob. Denn ich vermittle Menschen den Vorteil von wertschätzendem und respektvollem Umgang miteinander. Ich zeige auf, warum Toleranz lohnt und dass Respektlosigkeiten eher unbedacht denn absichtlich begangen werden. Ich fördere das Verständnis von Menschen für andere Lebenssituationen und Befindlichkeiten.

Mir liegt es am Herzen, dass die Arbeitswelt wieder menschlicher wird und dass Mitarbeiter wertvolle und wertgeschätzte Kompetenzen und Persönlichkeiten einbringen, die einen gemeinsamen unternehmerischen Erfolg ermöglichen. Ich stehe dafür, dass wir als „Deutschland“ nur dann dauerhaft wirtschaftlich und menschlich erfolgreich sein können, wenn wir uns auf das besinnen, was wirklich wichtig ist: Menschen. Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Dessen Wert momentan über den des Menschen erhoben wurde – und das zu unser aller Schaden. Wer kein Geld hat, der neidet es denen, die welches haben. Und wer zu viel hat, fürchtet ständig um seinen Besitz. Arm und reich müssten keineswegs sein: Wenn „Wert“ statt in Geld, eben auch (wieder) in Persönlichkeit gemessen würde.

Ich selbst gewinne mit jedem Auftrag an eigenem Profil und Erfahrung. Ich optimiere meine Fähigkeiten, jedem Menschen zuzuhören und angemessen zu begegnen. Ich weiß, dass ich damit nie an ein „Ende“ kommen werde, doch ich habe das Bewusstsein, dass jeder kleine Schritt ein Fortschritt ist.

Welchen Schritt gehen SIE mit mir?

Porträt Bettina Schöbitz

Über die Autorin

Als Respektspezialistin stehe ich für eine gesunde Arbeitswelt, in der Menschen einander auf Augenhöhe begegnen und Ziele gemeinsam angehen.

In Ihrem Unternehmen reduziere ich Konfliktpotentiale, motiviere Mitarbeiter und fördere ein wertschätzendes Betriebsklima. Das zieht engagierte Mitarbeiter und Wunschkunden an. Als Unternehmen sparen Sie Kosten und gewinnen Ansehen.

Als Coach unterstütze ich Menschen auf dem Weg zu ihrem persönlichen Erfolg mittels Nutzung individueller Ressourcen.