20.01.2014  |  Kategorie: Blogparaden  |  Autor: Bettina Schöbitz  |  3 Kommentare

Kreativ? Nee, ich doch nicht!

Hören Sie doch mal kurz in sich hinein: Für wie kreativ halten Sie sich? Sind Sie einer von denen, die vor Ideen nur so sprudeln oder gehören Sie eher zu den ruhigen Menschen, die sich für komplett unkreativ halten? Nun - ich darf Sie beruhigen: Jeder Mensch ist kreativ. Wirklich jeder!
Mindmap Kreativität

Es ist alles nur eine Frage der Definition des Begriffs Kreativität und der individuellen Anwendung. Denn Kreativität ist mehr, als nur bunte Bilder zu zeichnen oder tolle Geschenkverpackungen zu entwerfen. Kreativität bedeutet, neue Lösungen zu entwickeln. Noch nie Dagewesenes zu entwerfen. Etwas zu schaffen, was andere für unmöglich hielten. Und dabei die eigenen Grenzen der Gedanken immer wieder zu testen und mutig zu überschreiten…

Das ist mein Beitrag zur Blogparade „Kreativität“ von Nicole Gugger.

Kreativität ist was für Kinder

Quatsch. Ja, Kinder sind in der Regel kreativer als wir Erwachsenen. Einfach, weil sie viele der Grenzen in ihren Köpfen einfach noch nicht kennen, die wir Erwachsenen längst tief in unseren Hirnen verankert haben. Kinder spinnen wild drauflos und missachten alle Vorgaben in Sachen Kosten, Kompetenzen, Genehmigungen oder Juristerei. Sie entwickeln spontane Ideen – ohne die gleich zu Beginn zu bewerten und damit auch Dinge, Lösungen und Bilder auszuschließen.

Kreativität ist albern

Stimmt. Und das ist gut so. Denn nur, wenn wir mit Emotionen an Aufgaben beteiligt sind, bewegen wir unser Gehirn mit Wonne auch mal in neue Denkrichtungen. Wenn wir Spaß an der Sache haben und über – vermeintlich abstruse – Ideen auch mal herzhaft lachen können, ermöglichen wir uns, neue Gedankenwege zu wagen. Zudem lachen wir eh viel zu wenig und sollten uns freuen, wenn ein konstruktives Brainstorming uns zu einem schallenden Lachen bewegt. Denn Kreativität bedeutet Bewegung. Und in der Tat funktioniert sie oftmals auch besser, wenn wir körperlich in Bewegung sind.

Kreativität ist teuer

Wirklich? Klar kostet es Zeit und damit auch Geld, wenn sich Menschen über einen längeren Zeitraum mit dem Finden kreativer Lösungen befassen. Doch am Ende sparen die wirklich neuen Lösungen oftmals viel Zeit und Geld ein. Eben weil sie besser sind als das vorher Vorhandene. Insofern ist Kreativität im ersten Schritt vielleicht eine Investition – doch langfristig zahlt diese sich fast immer aus. und manchmal „passiert“ Kreativität auch einfach – und aus einem Produkt entsteht, quasi im Vorbeigehen, eine neue Lösung. Sie kennen doch die Geschichte von den 3M-PostIt-Klebezetteln, oder?

Kreativität ist respektlos

Kann durchaus sein. Klar, wenn wir gerade über einen innovativen Toilettenstuhl für alte Menschen nachdenken, brechen wir aufgrund schräger Vorschläge im Team oder eigener Gedanken auch schon mal in schallendes Gelächter aus. Weil wir in diesem Moment wirklich unfassbares Kopfkino entwickeln. Doch ist das respektlos – wenn wir eigentlich an einer funktionierenden und wertschätzenden Lösung für die Betroffenen arbeiten?  Ist das respektlos, wenn uns genau diese Idee der eigentlichen Lösung ein Stückchen näher bringt? Nein. Es ist nur eine emotionale Erleichterung auf dem Weg zum Ziel und damit vor allem eines: Sachdienlich. Und lebendig.

Kreativität – ist nix für mich

Tja, und schon wieder muss ich Sie enttäuschen. Denn ich bleibe bei meiner Behauptung vom Anfang, dass jeder Mensch kreativ ist. Auch Sie haben Themen, wo bei Ihnen die Ideen und Lösungen nur so sprudeln. Weil Sie sich für etwas mit Leidenschaft begeistern und unbedingt neue Dinge entwickeln und Probleme lösen wollen. Ob es ums Angeln, den Modellbau, den Haushalt, das Kochrezept, die Produktidee oder die juristische Formulierung geht. Da, wo es um Ihre leidenschaftlichen Wissens- und Interessensgebiete geht, denken auch Sie interdisziplinär und haben spontan Lösungen parat. Wetten?

Kreativität – ist eine Frage der Technik

Wer in einem Team oder unter Zeitdruck Lösungen präsentieren muss oder wer mit seinen Ideen bisher „gegen die Wand“ gefahren ist, der kann Techniken nutzen, um seiner Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Es gibt wundervolle Techniken, die für unterschiedliche Zwecke geeignet sind. Ich persönlich bin ein Fan des MindMap – also der „Gedankenlandkarte“.  Diese Technik hilft mir dabei, Ideen für Trainings oder Webinare zu entwicklen. Anhand dieser Technik fülle ich Adventskalender oder entwickle neue Produktideen. Mit MindMap strukturiere ich Coaching-Protokolle oder fertige meine Notizen zu Beratungskunden an. Denn MindMaps haben für mich einen Vorteil: Sie sind flexibel, gerne auch bunt und sie verbinden unsere beiden Gehirnhälften (die logische und die kreative Seite in uns) auf wunderbare Weise. Und so entstehen noch bessere Ideen.

Doch es gibt auch noch eine Menge anderer, ganz wundervoller Techniken, die unser Gehirn auf Trab bringen, wenn es darum geht, Ideen zu generieren. Manche eignen sich für eine Person alleine, andere sind teambasiert. Die eine Technik arbeitet mit innerer Ruhe und äußerer Stille, bei der nächsten geht es um Bewegung, lachen und Spaß. Und wenn Sie dazu mehr wissen möchten, ohne lange im Internet zu surfen und sich das Ganze vorzustellen: Rufen Sie mich einfach an – ich beweise Ihnen gerne, dass auch Sie ein äußerst kreativer Mensch sind.

Porträt Bettina Schöbitz

Über die Autorin

Als Respektspezialistin stehe ich für eine gesunde Arbeitswelt, in der Menschen einander auf Augenhöhe begegnen und Ziele gemeinsam angehen.

In Ihrem Unternehmen reduziere ich Konfliktpotentiale, motiviere Mitarbeiter und fördere ein wertschätzendes Betriebsklima. Das zieht engagierte Mitarbeiter und Wunschkunden an. Als Unternehmen sparen Sie Kosten und gewinnen Ansehen.

Als Coach unterstütze ich Menschen auf dem Weg zu ihrem persönlichen Erfolg mittels Nutzung individueller Ressourcen.